Plauer Bauwerke
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Der Luftkurort Plau am See, direkt an der Müritz-Elde-Wasserstraße gelegen, bezaubert durch seine Altstadt mit Flair und seine gepflegte Gastlichkeit.
Plau am See ist geprägt von der Nähe zum Wasser und seinem mittelalterlichen Stadtkern. Kleine Gassen mit liebevoll und aufwendig sanierten Fachwerkhäusern erzählen dem aufmerksamen Betrachter ihre lange Geschichte. Entlang der Elde spaziert es sich gut auf der Promenade von der Schiffsschleuse mit der "Hühnerleiter" vorbei an der Hubbrücke bis zum See. Als herausragende Zeitzeugen sind noch der Burgturm mit Wallanlage, die evangelische Stadtkirche "St. Marien" aus dem 13. Jh., das Plauer Rathaus im Stil der niederländischen Renaissance oder das einzige in Mecklenburg-Vorpommern in Funktionalität erhaltene Ensemble eines Ackerbürgerhauses zu besichtigen.
Wenn Sie die 120 Stufen des Kirchturmes hinaufsteigen, werden Sie mit einem atemberaubenden Rundblick über die Stadt, den Plauer See und das Umland belohnt. Bei einem Spaziergang am Plauer See in der Seeluster Bucht können Sie außerdem zahlreiche Villen aus alter Zeit bewundern.
Plauer Hubbrücke
Die Hubbrücke wurde 1916 errichtet, 1945 vor der Sprengung bewahrt und 1991/92 rekonstruiert.
Kommen größere Schiffe und wollen zur Schleuse bzw. zum Plauer See, wird die Brücke ca. 1,60 m emporgehoben.
Sie zählt heute zu den beliebtesten Fotomotiven von Plau am See.
Stadtkirche St. Marien
Am Westende des Marktes steht majestätisch die Plauer Stadtkirche St. Marien, sie ist von allen Himmelsrichtungen weithin sichtbar. Mitte des 13. Jh. wurde sie im Stil einer westfälischen Hallenkirche errichtet und präsentiert den Übergangsstil von der Romanik zur Gotik. Besonders wertvolle Kunstschätze der Kirche sind die drei Kronenleuchter, das Taufbecken und der Schnitzaltar in der Sakristei.
Sehr zu empfehlen ist eine Turmbesteigung. Vom 36 Meter hohen Turm kann man die Stadt und die schöne Umgebung überblicken. Sie ist zugleich Austragungsort vom Plauer Musiksommer.
Plauer Rathaus
Das Plauer Rathaus, eines der Wahrzeichen, ist im Stil der niederländischen Renaissance 1888/89 durch den Regierungsbaumeister Dreyer erbaut worden. Besonders schön ist das berankte Rathaus im Herbst anzusehen, wenn der wilde Wein sich in den schönsten Herbstfarben präsentiert.
Burgturm mit Wallanlage
Der Plauer Burgturm aus dem Jahre 1449 ist noch vollständig erhalten und kann besichtigt werden. Er besitzt eine 3 m dicke Mauer und ein 11 m tiefes Verlies. Die Turmbesteigung gehört zum Besuchsprogramm jedes Touristen.

Das Heimatmuseum auf dem Burghof präsentiert das ehemalige Handwerk und Plauer Industrie. Hier finden Sie von Liebhabern in Stand gesetzte funktionstüchtige historische Druckerei- und Setzmaschinen sowie weitere technische Denkmale, die mit der Stadtgeschichte verknüpft sind, wie z. B.: ein Modell der ersten Dampfmaschine des weltberühmten Erfinders Dr. Ernst Alban, eine komplett Ausstattung einer alten Schuhmacherwerkstatt, ein Modell der einstigen Plauer Ziegelei u.v.m.
Plauer Hühnerleiter
Bis zu ihrer Sprengung 1945 war die Brücke über die Schleuse eine sogenannte Drehbrücke. Beim Neubau erfolgte die Ausführung als Hochbrücke, bei der statt Treppenstufen Leisten aufgenagelt wurden. Der Volksmund machte daraus "Häuhnerledder" (Hühnerleiter). An dem Namen änderte sich auch mit dem Neubau im Jahr 2003 nichts. Von der Brücke aus kann man den Booten beim Schleusen zusehen.
Ackerbürgerhaus
Es ist das letzte im Luftkurort Plau am See und gesamt Mecklenburg-Vorpommern unter Denkmalschutz stehende und in Funktionalität erhaltene Ensemble bestehend aus Haupt- und Nebenhaus, Stall- und Speichergebäude. Das Ackerbürgerhaus wurde nach dem letzten grossen Stadtbrand 1756 auf vorhandenem Kellergebäude aus geborgenen Materialien neu errichtet. Nicht ein Balken des Fachwerkes gleicht dem anderen und zeigt Spuren mehrmaligen Verwendens. Neben dem Handwek oder Handel benötigten die entsprechenden Bürger der Stadt zum Leben Acker und Vieh, also waren es Ackerbürger. Die Hofauffahrt, der Hof mit Kopfsteinpflaster, Brunnen, Mistkuhle, Trockenaborten und die Stallanlage mit Pferdekrippe, Schweinekoben und Hühnerkotplatte sowie die Speicher werden nutzungsfähig im Originalzustand erhalten. Die Fassade des Haupthauses wurde durch den Einbau der Schaufenster im Untergeschoss 1929 verändert. Eine Modernisierung der Wohnungen im Haupt- und Nebenhaus erfolgte 1995. Das Baudenkmal wird in Eigenleistung erhalten. Führungen gerne nach Anmeldung unter Tel. +49 (0)38735 46160